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Glossar: Fachbegriffe aus der Arztpraxis

Die wichtigsten Abkürzungen und Fachbegriffe aus der Arztpraxis – kurz und verständlich erklärt.

ADA
Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken – Tarifpartner für Gehälter in öffentlichen Apotheken.
BAG
Berufsausübungsgemeinschaft – Zusammenschluss mehrerer Ärztinnen und Ärzte in einer Praxis.
Behandlungspflege
Ärztlich verordnete Pflegeleistungen wie Wundversorgung, Injektionen oder Medikamentengabe.
DMP
Disease-Management-Programm – strukturierte Behandlung chronisch Kranker, z. B. bei Diabetes.
E-Rezept
Elektronisches Rezept – für verschreibungspflichtige Arzneimittel seit 2024 Standard.
eAU
Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung – wird direkt an die Krankenkasse übermittelt.
EBM
Einheitlicher Bewertungsmaßstab – Grundlage der Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen.
ePA
Elektronische Patientenakte – seit 2025 für gesetzlich Versicherte angelegt („ePA für alle“).
Fachwirt/in
Aufstiegsfortbildung „Fachwirt/in für ambulante medizinische Versorgung“ – Weg ins Praxismanagement.
GCP
Good Clinical Practice – Standard für die Durchführung klinischer Studien.
Generalistik
Seit 2020 gemeinsame Pflegeausbildung für Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege (Pflegefachfrau/Pflegefachmann).
GMP
Good Manufacturing Practice – Regeln für die Herstellung von Arzneimitteln.
GOÄ
Gebührenordnung für Ärzte – Abrechnung privater Leistungen.
HzV
Hausarztzentrierte Versorgung – Versorgungsverträge, in denen die Hausarztpraxis erste Anlaufstelle ist.
IGeL
Individuelle Gesundheitsleistungen – Leistungen, die Patienten selbst bezahlen.
Kassensitz
Zulassung zur vertragsärztlichen Versorgung – nötig, um gesetzlich Versicherte zu behandeln.
KBV
Kassenärztliche Bundesvereinigung – Dachorganisation der Kassenärztlichen Vereinigungen.
KIM
Kommunikation im Medizinwesen – sicherer E-Mail-Dienst der Telematikinfrastruktur.
KV
Kassenärztliche Vereinigung – rechnet Kassenleistungen ab und organisiert den Bereitschaftsdienst.
MDR
EU-Medizinprodukteverordnung – regelt Zulassung und Überwachung von Medizinprodukten.
MVZ
Medizinisches Versorgungszentrum – Einrichtung mit angestellten Ärztinnen und Ärzten, oft fachübergreifend.
NotSan
Notfallsanitäter/in – höchste nichtärztliche Qualifikation im Rettungsdienst (dreijährige Ausbildung).
NäPa
Nicht-ärztliche Praxisassistenz – Fortbildung für MFA; Hausbesuche durch NäPa sind im EBM abrechenbar.
PDL
Pflegedienstleitung – verantwortet die Pflege in einer Einrichtung oder einem ambulanten Dienst.
Pflegegrad
Einstufung der Pflegebedürftigkeit (1 bis 5) durch den Medizinischen Dienst.
Praxisanleitung
Fachkraft mit Zusatzqualifikation, die Auszubildende in der Praxis anleitet.
QM
Qualitätsmanagement – in Vertragsarztpraxen vorgeschrieben, z. B. nach QEP.
Rili-BÄK
Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung im Labor.
RTW / KTW
Rettungswagen bzw. Krankentransportwagen.
TI
Telematikinfrastruktur – digitales Netz für E-Rezept, eAU, ePA und KIM.
TVöD-P
Tarifvertrag für Pflegekräfte im öffentlichen Dienst (Entgeltgruppen P5 bis P16).
VERAH
Versorgungsassistent/in in der Hausarztpraxis – Fortbildung für MFA mit Schwerpunkt Patientenbetreuung und Hausbesuche.
Weiterbildungsbefugnis
Erlaubnis der Ärztekammer, Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung auszubilden.
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